Mehr Wettbewerb – Bessere Netze

Shownotes

Der Glasfasermarkt in Deutschland lebt von Investitionen und Tempo. Aber: Unternehmen können nur dann ihre Netze schneller bauen, wenn sie nicht durch zu viel Bürokratie ausgebremst werden. Wir fragen dieses Mal: Braucht der Netzausbau in Deutschland mehr staatliche Steuerung? Und welche Rolle spielt Regulierung in einem wettbewerblichen Markt? Zu Gast im Studio ist Wolfgang Kopf, Leiter Politik und Regulierung der Deutschen Telekom.

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00:00:01:

00:00:08: Der Glasfasermarkt in Deutschland lebt von Investitionen und Tempo.

00:00:13: Aber Unternehmen können nur dann ihre Netze schneller bauen, wenn sie nicht ... durch zu viel Bürokratie ausgebremst werden.

00:00:20: In unserem Vernetzt-Podcast gehen wir dieses Mal deswegen der Frage nach, braucht der Netzausbau in Deutschland mehr staatliche Steuerung?

00:00:28: Und welche Rolle spielt Regulierung in einem wettbewerblichen Markt?

00:00:33: Am Mikrofon begrüßen euch wieder Sandra Rohrbach.

00:00:36: Und ich, Nicole Schmidt, herzlich willkommen zu unserer ersten Ausgabe im Jahr.

00:00:41: Wir freuen uns darauf, mit euch wieder voll einzusteigen.

00:00:43: Ihr heißt diskutierten Themen rund um den Netzausbau der

00:00:49: Der Glasfaserausbau wird in den Jahrzehnten auf der politischen Bühne wieder für viel Gesprächsstoff sorgen.

00:00:56: Denn es herrscht ein recht dynamischer Wettbewerb.

00:00:59: Und da werden auch schon mal verbal schwere Geschütze unter den Branchenvertretern aufgefahren.

00:01:04: Und umso mehr freuen wir uns, dass wir heute den Politik- und Regulierungschef der Deutschen Telekom zu Gast in unserem Studio haben.

00:01:12: Herzlich willkommen Wolfgang Kopf!

00:01:14: Ja, vielen Dank, dass ich Gelegenheit habe, hier mit euch zu sprechen.

00:01:19: Ich bin mal gespannt, was ich so gefragt werde.

00:01:22: Sie sind ja bekannt dafür, Klartext zu sprechen und auch Debatten vielleicht zu versachlichen.

00:01:27: Insofern unternehmen wir doch hier mal den Versuch.

00:01:31: Womit fangen wir an, Nicole?

00:01:33: Ja, ich würde sagen, zum Start ins neue Jahr und zum Start in unsere erste Folge des Jahres, gehen wir gleich mal direkt auf die große Bühne.

00:01:41: Deswegen interessiert uns Herr Kopf, was kommt denn dieses Jahr auf unsere Branche drauf zu?

00:01:45: Welche Trends, welche Weichenstellungen werden wir haben?

00:01:50: Und worauf können wir uns jetzt schon mal einstellen?

00:01:52: oder anders gesagt, müssen wir uns warm anziehen fürs neue Jahr?

00:01:55: Ob wir uns zwar am anziehen müssen, weiß ich nicht.

00:01:57: Aber ich glaube, dass Jahr sechsundzwanzig wird ein entscheidendes Jahr für viele Teile der Branche.

00:02:04: Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa.

00:02:07: Es wird ein Jahr, wo viele Dinge passieren, die sich in den letzten Jahren schon... gezeigt haben und die werden ihre Vollendung finden.

00:02:18: und vor dem Hintergrund finde ich das Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Schnelligkeit und auch um Kundenfreundlichkeit zu verbessern.

00:02:48: Und ich sehe das auch in meinem Bereich.

00:02:50: Wir haben die auch eingeführt.

00:02:52: Das macht Spaß und es funktioniert.

00:02:54: Also Unternehmen wie wir sind gerade dabei.

00:02:57: künstliche Intelligenz nicht nur zum Arm, sondern wir sind diejenigen, die sie voranbringen und das stimmt nicht sehr optimistisch.

00:03:06: Kommen wir mal zu den einzelnen Themen.

00:03:08: Wenn wir uns mal die Märkte in Europa ansehen, so werden wir sicher in diesem Jahr beobachten, dass es in der Konsolidierungswelle gibt.

00:03:15: Also die kündigt sich in Spanien, in Frankreich, in Italien jetzt schon an, aber auch in Deutschland.

00:03:23: wird es wahrscheinlich im Festnetzmarkt, aber vielleicht auch im Mobilfunkmarkt, einiges an Gründeridierung geben.

00:03:28: Und das wird sehr, sehr spannend werden, wie da auch Kriterien darauf reagieren und Regulierungsbehörden, ob dort wirklich dann die Skaleneffekte realisiert werden können, die wir in unsere Branche brauchen oder ob es wieder ein Haufen Auflagen gibt, die sowas dann infrage stellen.

00:03:45: Wenn wir dann auf die Ebene der Regulierungen gehen, dann ist dieses Jahr durch zwei riesige Gesetzgebungsverfahren, den auf der der EU-Ebene gekennzeichnet, das ist der Digital Network Act.

00:03:55: Das ist das wichtigste Vorhaben der letzten zehn Jahre für unsere Branche.

00:03:59: Da geht es diesmal wirklich um die Frage, wollen wir deregulieren, wollen wir Bürokratie abbauen oder wollen wir so weitermachen?

00:04:07: Und da gibt es eigentlich eine gute Vorbereitung durch zwei Reports von Letter und Tragi, die genau in diese Richtung gehen.

00:04:16: Aber es gibt jetzt schon natürlich viele, die genau das verhindern wollen und das bleibt spannend.

00:04:21: Das werden wir in den nächsten Wochen sehen, da soll was rauskommen.

00:04:24: Und dann können wir danach auch noch mal reden.

00:04:27: Und zuletzt ist Deutschland ein großes Thema.

00:04:30: Und da haben wir natürlich die alten Regulierungsdebatten, über die wir heute reden wollen.

00:04:34: Wir haben auch TKG und das Telekommunikationsgesetz.

00:04:38: reformiert werden an einigen Stellen.

00:04:40: Das heißt, da kommt einiges Spannendes auf uns

00:04:43: zu.

00:04:43: Kommen wir gleich mal auf den deutschen Glasfasermarkt zu sprechen.

00:04:47: Da hat ja unser Telekom Deutschland Chef Rodrigo Diehl kürzlich in einem Interview gesagt, in der Telekommunikationsbranche herrsche untereinander viel zu viel Attacke.

00:05:00: Was hat er denn damit eigentlich gemeint?

00:05:02: Ich glaube, das war wichtig, dass er das auch noch mal so öffentlich gesagt hat.

00:05:06: In der Tat haben wir eine sehr ungute Situation im deutschen Markt.

00:05:10: Wir haben ... An vielen Stellen eigentlich die gleichen Probleme.

00:05:14: Die Wettbewerber, wie wir, allen vor allem Ausbaukosten, die in Deutschland viel zu hoch sind und wo es wirklich keinen Schulterschluss mit vielen Wettbewerbern gibt.

00:05:26: Das zweite große Thema im Glasfaserausbau ist, wie schaffen wir es, die Glasfaser in die Häuser zu bringen?

00:05:34: ist nicht so schwierig, aber im Haus Glasfaser zu verlegen, ist ein gelöstes Problem.

00:05:40: Und auch da haben wir eigentlich gemeinsame Interessen, die leider nicht gemeinsam verfolgt werden.

00:05:45: Da dessen gibt es Debatten, die immer wieder die Telekom angreifen mit, ich würde mal sagen, sehr fragwürdigen Unterstellungen und Argumenten, die überhaupt nicht zur Lösung beitragen.

00:05:56: Sie haben gerade gesagt, es gibt die Debatten, wo wir angegriffen werden.

00:06:00: Also die Wettbewerber behaupten ja sehr oft der Glasfaserausbau, den wir betreiben, ließe ihnen keinen Platz mehr.

00:06:06: Was sagen wir dazu?

00:06:07: Sind das berechtigte Vorwürfe oder sind das Narrative, die vielleicht auch eigenes Versagen kaschieren?

00:06:13: Also die Geschichte geht ja schon fast zweieinhalb Jahre jetzt zurück.

00:06:18: Der erste Vorwurf war ja sogenannte Überbau.

00:06:20: Das heißt also, was ist damit gemeint?

00:06:22: Wir bauen dort Netze, wo andere auch schon Netze bauen oder wir bauen parallel zu denen aus.

00:06:28: Oder andere Baunetze dort, wo wir bauen?

00:06:29: Wo

00:06:30: wir bauen, was zum Beispiel hier in Bonnen passiert.

00:06:32: Dieser Überbau ist gesetzlich gewollt, weil Überbau ist, glaube ich, das völlig falsche Wort.

00:06:38: Es ist Infrastrukturwettbewerb.

00:06:40: Es werden Parallelinfrastrukturen gebaut.

00:06:43: Und das sieht sowohl der Gesetzgeber, wie der EU-Richtliniengeber als positiv an, auch zurecht.

00:06:50: Weil das ist genau der Wettbewerb, den man im Telekommunikationsmarkt eigentlich will.

00:06:55: Und wir haben dann zwei Jahre damit verbracht, den Ausbau der Telekom zu monitoren.

00:07:00: Am Ende kam ungefähr das raus, was wir vorher gesagt haben, dass Überbau so gut wie nicht stattfindet, also der Parallelausbau.

00:07:08: an vielen Stellen.

00:07:09: Er müsste eigentlich viel umfangreicher sein.

00:07:11: Und missbräuchliches Verhalten der Telekom gab es nicht.

00:07:16: Wird es auch nicht geben.

00:07:17: Und jetzt haben wir eine Debatte, die genau dieses Narrativ wieder aufleben lässt.

00:07:22: Die nennt sich dann Kupfer-Glas-Migration.

00:07:25: In beiden Fällen geht es um ein Thema.

00:07:27: Wettbewerber haben darauf gesetzt, Monopole auszubauen.

00:07:30: Also die Idee, mit denen sie zu ihren Kapitalgebern ging, war, Ich baue ein lokales Monopol und dieses Monopol kann ich mit Renditen von zehn bis fünften Prozent auf zehn Jahre verzinsen.

00:07:43: Das ist ein super Geschäft und das Monopol sieht so aus, dass die Telekom ihre Kunden entweder auf mein Netz migrieren muss oder bei mir einkaufen muss.

00:07:53: Und ich habe dann alle Kunden in diesem lokalen Monopol und das ist auch wunderbar.

00:07:57: So funktioniert leider der Markt nicht.

00:07:59: Nachdem das mit dem Überbau nicht geklappt hat, haben wir jetzt Kupfer-Klas-Migration.

00:08:04: Die Idee ist dort, ich habe ja schon mal was gebaut, da muss die Telekom auch wieder migrieren.

00:08:09: Ich glaube nicht, dass so Wettbewerb aussieht und das Ganze ist ja gerade schon mal... in der Konsultation gewesen.

00:08:15: Das Gute ist, wenn wir uns ansehen, wer kommentiert hat, alle, die wirklich Infrastruktur bauen wollen, waren relativ negativ zu diesen Vorschlägen.

00:08:24: Und wichtig, Verbraucherschutzverbände waren sehr negativ.

00:08:29: Warum?

00:08:30: Ist klar, im Monopol werden die Preise massiv erhöht werden.

00:08:35: Und ob der Service dann klappt, das ist dann auch noch eine große Frage.

00:08:39: Nun hat aber die Monopolkommission ja kürzlich die Befürchtung geäußert, dass die Telekom wieder in eine Monopolstellung kommen könnte, und zwar weil sie eben ja so viel ausbaut.

00:08:52: Wie schätzen Sie das denn ein?

00:08:54: Das hat mich einigermaßen überrascht, weil gleichzeitig kam ja die Fakten... und Daten der Bundesnetzagentur über die Wettbewerbssituation im deutschen Glasfasermarkt.

00:09:05: Auf den Tisch, also die wurden fast parallel veröffentlicht.

00:09:08: Ich glaube das, was die Monopolkommission da war.

00:09:11: Macht sind sehr meinungsstarke Befürchtungen, aber die sind leider nicht sonderlich faktenbasiert.

00:09:17: Wenn wir uns mal die B-Netz-A-Zahlen ansehen, dann ist es sehr deutlich, dass die Wettbewerber mehr als fünfzig Prozent des Marktanteils im Glasfasermarkt haben, dass hier sehr dynamisch der Markt voranschreitet und Metze gebaut werden und dieser Wettbewerb funktioniert.

00:09:34: Und das hatte ja auch schon diese Überbau-Debatte gezeigt und das zeigen die Marktdaten der Bundesländsagenten.

00:09:40: Insofern ist, glaube ich, die Befürchtung ziemlich weit hergeholt.

00:09:44: Ich glaube, es gibt aber so eine generelle Befürchtung, die Telekom könnte ja zu groß werden.

00:09:49: Und da sollte man sich mal ansehen, warum wir groß werden.

00:09:53: Also was wir nicht sehen, ist eine Debatte über, wer bietet guten und schlechten Service, wie ist die Qualität der Netze, wer baut wie.

00:10:01: Im Moment ist es so, dass wir Dort, wo wir bauen, unser Firm Motto ist Always Best Connected.

00:10:08: Wir bauen die besten Netze oder versuchen die besten Netze zu bauen und wir versuchen, den besten Service zu liefern.

00:10:14: Und ich bin sehr stolz, dass das immer mehr gelingt.

00:10:17: Wenn ich mir dann ansehe, was Wettbewerber teilweise abliefern, ist, glaube ich, das Resultat nicht überraschen, dass Kunden zu uns wechseln oder bei uns bleiben.

00:10:25: Und genau dieser Qualitäts- und Servicewettbewerb ist ja etwas, was gewollt ist.

00:10:29: Das ist Wettbewerb.

00:10:30: Und der findet statt und ich glaube, den sollte man nicht durch Eingriffe ausbrennen.

00:10:35: Eine Nachfrage direkt zum Ausbau der Telekom.

00:10:37: Wir haben ja auch vor oder zum Jahreswechsel neue Zahlen genannt, wo wir da gerade stehen, wie viele Haushalte wir inzwischen versorgen und auch, wie wir strategisch weiter vorgehen wollen.

00:10:49: Vielleicht können Sie das noch mal ein bisschen einordnen, warum und was wir da genau machen.

00:10:53: Nun, wir haben in den vergangenen Jahren jetzt zweieinhalb Millionen Anschlüsse pro Jahr gebaut, zwar auch im letzten Jahr.

00:11:00: Wir haben in den letzten fünf Jahren achtundzwanzig Milliarden Euro investiert in Glasfaser.

00:11:06: Und wir wollen in den nächsten fünf Jahren nochmal dreißig Milliarden Euro investieren.

00:11:10: Das heißt also, wir lassen nicht locker, wir gehen voran und wir bauen.

00:11:15: Im Moment haben wir zwölf Millionen Haushalte.

00:11:17: Die Zahl wird steigen.

00:11:19: Und das große Thema im nächsten Jahr wird sein, die Haushalte wirklich anzuschließen.

00:11:23: Und ich habe ja schon gesagt,

00:11:24: Das

00:11:25: Hauptthema wird dann sein, wie können wir in den Häusern im Glasfaser möglichst schnell und billiger verlegen.

00:11:31: Sie haben

00:11:32: eben schon bei den Knackpunkten, die wir haben, angesprochen, dass es ja in der Branche klüger wäre, Probleme, die existieren, gemeinsam zu lösen.

00:11:39: Dennoch gibt es in der Branche einen hohen Konsolidierungsdruck.

00:11:42: Können Sie das nochmal genauer erklären, woran das liegt?

00:11:46: Gut, also ich kenne natürlich die Geschäftspläne der einzelnen Akteure nicht in detail, aber das, was ich schon beschrieben habe, ist, glaube ich, der Hauptgrund.

00:11:55: Und man kann nicht generell von der Branche reden.

00:11:58: Also ich glaube, es gibt im deutschen Glasweißermarkt sehr viele sehr gesunde Unternehmen, die auch mit Hochdruck bauen.

00:12:04: Also die Konkurrenten sehen wir gerade hier im Rheinland und die sehen wir auch in anderen Regionen.

00:12:09: Es gibt dann eben die Private Equity finanzierten Konkurrenten, die teilweise eben mit völlig überzogenen Rendite-Erwartungen, ich wiederholen mich, in den Markt gegangen sind, indem sie auf dem Monopol gesetzt haben.

00:12:22: Die haben teilweise auch validativ nicht so gut gebaut und haben jetzt das Problem, dass eben die Kunden ausbleiben oder die Geldgeber nachfragen, was ist da eigentlich die wirkliche Erwartung?

00:12:34: Und das löst bei diesen Unternehmen natürlich Konsolidierungsdruck aus und da wird was passieren.

00:12:40: Was da genau passiert, kann ich nicht vorhersehen, aber Wir sehen natürlich auch im geförderten Bereich, wo Dinge offensichtlich werden, dass der Netze nicht zu Ende gebaut wurden,

00:12:50: etc.,

00:12:51: und dass diese Unternehmen teilweise dort Schwierigkeiten haben.

00:12:53: Das sind dabei alles Fragen, die wird am Ende dann der Markt klären.

00:12:57: Und ich glaube auch, da braucht es keine Eingriffe seitens des Reguliers.

00:13:01: Jetzt haben

00:13:01: wir sechsundzwanzig und es steht im neuen Jahr eine ganze Reihe von Gesetzesänderungen an.

00:13:06: So soll ja der Netzausbau in Mehrfamilienhäusern neue Regeln bekommen.

00:13:10: Sie haben eben selber schon gesagt, da haben wir gerade eine offene Flanke.

00:13:12: Das ist auch unbedingt zu klären.

00:13:14: Und das Bundesdigitalministerium bzw.

00:13:16: die Bundesnetzagentur wollen Konzepte entwickeln für die Kupfer-Glas-Migration.

00:13:20: Wissen Sie schon, was der Regulierer davor hat?

00:13:23: Wie soll das gestaltet werden?

00:13:25: Dennoch, das ist ja ein großer Streitpunkt.

00:13:28: Ich kann nicht in die Köpfe der handelnden Akteure gucken.

00:13:32: Wir haben natürlich gesehen, was als Eckpunkte konsolidiert wurde.

00:13:36: Und gehen wir zuerst mal in das Feld In-Haus-Verkabelung.

00:13:40: Das heißt also, wie kommen wir eigentlich in die einzelnen Wohnungen mit Glatzfaser?

00:13:44: Ich glaube, da liegen Vorschläge auf dem Tisch, die das weiterbringen könnten.

00:13:49: Das heißt also, Elemente wie Vollausbau, derjenige, der in ein Haus geht, muss dann auch das gesamte Haus ausbauen und nicht nur den Kunden anschließen, den er gerade gewonnen hat.

00:13:59: Und der Ausbau muss so erfolgen, dass Mehrfachfasern verlegt werden.

00:14:03: Das heißt also, dass der Wechsel des Kunden zum anderen Anbieter, der dann vor der Tür liegt, sehr leicht passieren kann.

00:14:10: Vorschläge sind sehr zielführend.

00:14:13: Ähnliches gibt es in Frankreich, ähnliches gibt es in Spanien, in der Schweiz.

00:14:17: Das sind Dinge, die international schon erprobt sind und die man hier auch umsetzen soll.

00:14:22: Also heißt einer baut ein Glasfasernetz im Gebäude, dann gibt es Open Access, die anderen dürfen das entsprechend mitnutzen.

00:14:30: Genau.

00:14:31: und der Preis pauschal festgesetzt, wird es wahrscheinlich Preiskategorien geben, aber es braucht keine umfassende Regulierung.

00:14:38: Aber das ist etwas, wo Regulierung sinnvoll ist, weil wir da eine Monopulsituation haben im Haus, da wird es wahrscheinlich ohne Regulierung nicht gehen.

00:14:46: Monopol-Situation, weil es dann ein Glasfasernetz gibt bzw.

00:14:51: auch ein Monopol aufgebrochen wird, nämlich das TV-Kabel-Netz vielleicht Konkurrenz bekommen.

00:14:57: Das ist ja eigentlich schon aufgebrochen durch die Abschaffung des Nebenkosten-Privilegs, aber da gibt es natürlich viele Widerstände auch in der Wohnungswirtschaft, weil dort gelebte Praxis ist, dass man mit solchen Netzen nochmal Geld verdienen kann in großem Stil.

00:15:11: Zusatzeinkommen der Wohnungswirtschaften zusätzlich zu demieten.

00:15:15: Genau.

00:15:15: Das ist ein deutsches Phänomen, das gibt es nirgendwo sonst in der Welt.

00:15:19: Wer ein Netz baut, soll auch was dabei verdienen.

00:15:22: Also ich glaube, das ist unbestritten, was halt die Frage wie viel.

00:15:26: Es darf nicht passieren, dass dadurch die Preise und die Netzausbaukosten in die Höhe schnellen, dass jeder Kunden auch den Netzbetreibern gedient.

00:15:35: Steigen wir noch mal ein auf das Thema Kupfer-Glas-Migration, also der Wechsel vom DSL-Netz oder eben TV-Kabelnetz hin zu Glasfasern.

00:15:47: Ist denn Ihrer Ansicht nach da mehr Regulierung notwendig, damit das stattfindet?

00:15:54: Das ist eine sehr gute Frage.

00:15:56: Also vielleicht gehen wir da noch mal einen Schritt zurück.

00:15:59: und gucken uns mal an, was da eine Regulierung gefordert wird.

00:16:03: Und das finde ich schon sehr bemerkenswert.

00:16:05: Also, wir hatten gerade Regulierung, hat den Zweck Monopol-Situationen aufzubrechen und zu regeln, da wo es Kraterrecht nicht unbedingt weiterkommt.

00:16:15: Hier haben wir ja gerade einen Markt, der sich extrem dynamisch weiterentwickelt, wo die Bakternteile auch gut verteilt sind, wo es Qualitäts- und Leistungswettbewerb auf jeder Stufe gibt.

00:16:28: Und wo Regulierung nur bei uns eine Rolle spielt, weil überall dort nur zur Erinnerung, wo wir bauen, sind wir reguliert.

00:16:35: Das heißt, wir müssen immer sofort den Wettbewerber auf unser Netz lassen zu regulierten Preisen.

00:16:40: Wenn wir uns dann ansehen, was braucht es an Regulierung für eine Kupferklassenmigration, dann verteilen wir hier das Feld des Bergen, das irgendwie in vier, fünf Jahren erst überhaupt möglich wird.

00:16:52: Dass immer wieder bei der Diskussion, die wir Eingangs hatten, wer fordert das und was ist eigentlich das Ziel.

00:17:00: Und da wird Regulierung pervertiert, weil dort wird jetzt ein Regulierungseingriff gefordert, um ein Monopol abzusichern.

00:17:10: Und das hat mit Regulierung nichts zu tun.

00:17:13: Was da gefordert wird, ist staatliche Lenkungplanwirtschaft.

00:17:17: Dass der Staat vorgibt, wie ausgebaut wird und nur ein Netz und der, der zuerst baut, soll dann profitieren, die anderen nicht.

00:17:24: Ich glaube, das ist etwas, was für Deutschland maximal kontraproduktiv wird.

00:17:29: Wir haben in Deutschland eine Wachstumsschwäche.

00:17:31: Die Unternehmen, die jetzt bauen, investieren in großen Stil.

00:17:35: Das stimuliert Wachstum.

00:17:37: Glasfaser, insgesamt Digitalisierung ist ein wichtiger Wachstumstreiber.

00:17:41: Wenn wir jetzt mit planwirtschaftlichen Elementen anfangen, dann sehe ich keine große Zukunft für diesen Markt.

00:17:47: Nennen Sie doch mal Ross und Reiter, Herr Kopf.

00:17:49: Wer fordert denn?

00:17:51: Na ja, wir haben ... Wir haben natürlich Verbände, die da gesteuert, teilweise durch Particularinteressen, vor allem von Kabelnetzbetreibern, aber eben auch von den genannten private equity finanzierten Unternehmen, genau diese Forderungen stellen.

00:18:06: Also wenn Sie sich anschauen, was Vora-Themen, Angler und Priko da fordern, das geht so in die gleiche Richtung.

00:18:12: Die Telekom soll gezogen werden.

00:18:15: ihr Netz abzuschalten, ihr angebliches Kupfer-Netz und auf ein Wettbewerbernetz ihre Kunden migrieren oder bei diesem Wettbewerbernetz so einkaufen, dass sie ihre Kunden bedienen kann.

00:18:26: Das Ganze wird dann Kupfer-Klas genannt, das ist besonders bemerkenswert, weil wir am Achtundertausend Kilometer Glasfaser gebaut, unsere Glasfaser liegt.

00:18:35: fast vor jedem Haus.

00:18:36: Es liegt in jeder Straße.

00:18:38: Das heißt, was da gefordert wird, ist, dass ein größer Teil unseres Glasfaserausbaus abgeschaltet wird und wir dann auf Wettbewerbernetze unsere Kunden migrieren.

00:18:48: Das hat natürlich... mit Kupferglasmigration im eigentlichen Sinne schon mal gar nichts zu tun.

00:18:54: Sehr amüsant ist dann, dass auch gefordert wird, dass wir unsere Kunden auf Kabelnetze migrieren.

00:19:00: Da wird es dann wirklich absurd, weil Kabelnetze, so in Kupfernetze, die Leitungslegen der deutschen Kabelnetze, sind wesentlich länger und größer als die wenigen Kupferanteile, die wir noch im deutschen Telekomnetz haben und diese Kabelnetze verbrennen.

00:19:16: Kunden auch fünfmal so viel Strom.

00:19:18: Also wenn es ein ineffizientes Netz gibt, dann das ist in diesen ganzen Diskussionen immer außen vor.

00:19:24: Also das finde ich dann schon leicht absurd.

00:19:27: Herr Kopf, machen wir es mal konkret im Sinne unserer Kunden.

00:19:30: Wenn jetzt ein Kunde von uns auf sie zukommen, dann Herr Kopf.

00:19:33: Schalten Sie meinen Kupfernetz ab, muss ich Angst haben, dass ich ohne da stehe?

00:19:37: Was sagen Sie denn?

00:19:41: Im Moment hat er im Zweifel einen sehr guten Anschluss-Vektorien basiert.

00:19:45: Das heißt, Glasfaser bis in die Straße und danach hat er einen Kupfernschluss.

00:19:49: Das heißt, er hat schon eine sehr hohe Bandbreite.

00:19:51: Wenn wir das Glasfasernetz dann bauen, in seine Wohnung, dann wird sich für ihn nicht viel ändern, außer dass er eine viel höhere Bandbreite hat.

00:19:59: Wir bauen das so, dass der Kunde da eigentlich nur Positives erfährt.

00:20:03: Also insofern muss er keine Angst haben, sondern er wird, wenn er die niedrige Bandbreite behalten will, in Anführungszeichen niedrig, wird er den Tarif haben, der diese Bandbreite abbildet, wenn er aber viel KI nutzt, das wird die Zukunft sein und die Bandbreiten bedarf in die Höhe.

00:20:21: Treiben, dann wird dann höher in den Tarifzahlen, Glasfaser basiert, der stabil ist, wo der Service funktioniert und wo alle Produkte, die ihr haben will, auch ladlos übertragen werden.

00:20:31: Also mit uns kann er in die Zukunft gehen, unbesorgt.

00:20:33: Das denke ich doch mal.

00:20:35: Wie würde denn nochmal nachgefragt, Ihrer Ansicht nach eine vernünftige Kupferglas-Migration aussehen?

00:20:45: Also ich glaube, der Gesetzgeber hat das beruht auf EU-Richtlinien, also schon die Richtlinien.

00:20:50: richtigen Rahmenbedingungen geschaffen dafür.

00:20:53: Das heißt also, wenn es in einem Gebiet soweit ist, dass das Glasfasernetz ausgebaut ist, muss darüber lachgedacht werden, wie unsere Wettbewerber, die auf unserem Netz sind, auf dieses Glasfasernetz mitgenommen werden können.

00:21:08: Das ist das, was stolz reguliert ist und wir sind reguliert.

00:21:11: Es

00:21:11: wird ja auch oft unterschlagen in der Debatte, dass mit dieser Abstallforderung ja auch andere Unternehmen betroffen werden.

00:21:17: Genau.

00:21:17: So ist es.

00:21:18: Das heißt also, dass es reguliert.

00:21:20: Und ich glaube, die Herausforderung, das sieht man in Ländern, die weiter sind mit dem Glasfaserausbau, also in Späden ist in den Städten der Glasfaserausbau schon sehr weit fortgeschritten, nicht auf dem Land.

00:21:32: Dort wird natürlich diskutiert, was passiert mit den letzten vier, fünf Prozent, die noch nicht angeschlossen sind.

00:21:38: Und da muss es eine Lösung geben.

00:21:40: Da arbeiten alle in der Branche, glaube ich, eine Lösung, wie man das schnell und effizient hinbekommt, so dass am Ende jeder Glasfaser hat.

00:21:47: Und da wird es dann auch ein paar Übergangsprodukte geben.

00:21:50: Aber das sind wir noch nicht.

00:21:52: Also wir sind in Deutschland, glaube ich, gerade in der sehr dynamischen Ausbauphase, wo so durch die Debatten, ich wiederhol mich mühsig sind, weil man in vier, fünf Jahren, glaube ich, besser versteht, wie es bei uns dann aussieht.

00:22:07: Aber ich bin da sehr zuversichtlich, also wir wollen niemanden zurücklassen.

00:22:11: Da oben geht's.

00:22:11: Wenn

00:22:12: wir jetzt nochmal auf diese beiden Themen gucken, recht auf Vollausbau in Gebäuden mit Glasfasernetzen und dieser Wechsel auf die Glasfaser, also Kupfer-Glasmigration.

00:22:22: Wir haben sie richtig verstanden.

00:22:23: Sie warnen eigentlich davor, dass möglicherweise durch Neue- und Mehrregulierung neue Monopole entstehen könnten.

00:22:31: Das ist die Forderung der Verbände, die ich gerade genannt habe.

00:22:35: Es gibt einen Verband, der das nicht gefordert hat, der seriös auch Infrastruktur ausbaut, Bouglas.

00:22:42: Und da sind wir mittlerweile auch Mitglied geworden.

00:22:45: Warum?

00:22:45: Weil dort Kooperationen mit anderen Betreibern ermöglicht werden.

00:22:51: Das heißt also, wir sind ja gar nicht alleine unterwegs.

00:22:54: Wir haben über fünfzig Kooperationen, das werden in diesem Jahr noch sehr viel mehr werden.

00:22:58: Das heißt, die Idee, dass man alleine nur das Netz baut, gibt es bei uns ja auch nicht.

00:23:03: Diese Kooperationen gucken wirklich auf die soliden Infrastrukturausbau.

00:23:09: Was Ihre Frage jetzt betrifft, glaube ich, dass diese Wettbewerber, die da eine Rolle spielen, erneut sich, wiederholen mich mit falschen Erwartungen unterwegs sind.

00:23:20: Und was sie fordern, ist letztendlich Regulierung zur Absicherung eines Monopols und das die Pervertierung von Regulierung.

00:23:28: Und ich glaube, da kommen wir nicht weiter.

00:23:30: Okay Herr Kopf, kommen wir zum Schluss nochmal mit einem harten Schwenk auf ein ganz ganz anderes Thema.

00:23:35: Eines, dass die Berliner Politik jetzt ganz jüngst beschäftigt hat zu Beginn des Jahres.

00:23:40: Das ist der Anschlag auf das Berliner Stromnetz.

00:23:43: forty-fünfzigtausend Haushalte waren sehr lange ohne Strom.

00:23:46: Es hat tagelang gedauert den Strom wieder herzustellen.

00:23:49: Davon betroffen waren natürlich auch unsere Mobilfunkmasten, wobei man sagen muss, dass wir es sehr schnell geschafft haben, wieder ein Basisnetz herzustellen, sodass auch Notrufe möglich waren.

00:23:58: Aber welche Schlussfolgerung können wir bei der Telekom daraus ziehen?

00:24:01: oder haben wir vielleicht sogar auch schon welche gezogen, über die wir hier reden könnten?

00:24:05: Ich glaube, wir sind für so etwas gut vorbereitet, aber wir könnten als deutsche Staat insgesamt noch besser vorbereitet sein.

00:24:15: Das klingt sehr abstrakt, wir sind uns konkret werden.

00:24:18: Wir haben zu Beginn das Ukraine-Griegs genau das betrachtet, weil da waren die Szenarien natürlich offensichtlich.

00:24:26: und haben mit der Bundesnetzagentur und vielen Branchenvertretern dann Papier erarbeitet, was eben über die Residenz der Netze in solchen Krisen und Fällen sich Gedanken gemacht hat.

00:24:36: Dabei wurde deutlich, dass Szenario-Stromausfall ist für unsere Branche sehr schwierig zu handeln, weil wir nicht überall, wo wir Knoten haben, also wo wir... Schaltstellen im Netz haben oder wo wir wichtige Mobilfunkstandorte haben, Notstromadgregate aufbauen können, die über mehrere Tage dann die Mobilfunkversorgung sichern.

00:25:01: Das liegt daran, dass gerade im städtischen Bereich und Berlin war da besonders betroffen viele dieser Einrichtungen in normalen Häusern sind.

00:25:13: die Antennen sind auf dem Dach und sie können schlechterdings keinen Notchom-Aggregat auf dem Dach mit einem Fünftausend Liter Tank installieren.

00:25:21: Da werden sie keinen Vermieter finden, der das mitmacht oder auch statisch überhaupt nicht machen kann.

00:25:27: Dort, wo wir eigene Gebäude haben, haben wir sowas, aber die sind natürlich in der Minderzahl.

00:25:32: Das heißt, diese Basisversorgung, das hat auch dieses Papier herausgearbeitet, die bekommen wir hitten.

00:25:38: Das A-Teil war ein sehr, sehr gutes Beispiel.

00:25:40: Da haben wir es geschafft, in vierzehn Stunden die Mobilfunkversorgung wieder aufzubauen, indem wir mobile Mobilfunkstationen mit großen Notstromaggregaten dorthin gefahren haben.

00:25:51: In Berlin ist das schwierig, weil die kriegen sie auch nicht auf den Lach.

00:25:56: Das heißt also, da gibt es noch sicher Bedarf darüber nachzudenken, wie man das besser macht von staatlicher Seite, weil wenn Sie das dann wirklich komplett regulieren, wollen, dann entstehen ziemlich große Kosten und die muss irgendjemand tragen.

00:26:10: Insgesamt ist allerdings das Thema für uns ein sehr wichtiges, weil wir selbst danach schauen, wir sind ja kritisch in der Freistruktur, wie wir unser eigenes Netz schützen.

00:26:22: Das heißt, wir haben ja gesehen, Anschläge auf das Telekommunikationsnetz der Bahnen, zu Anfang des Ukrainekriegs und andere Anschläge in Frankreich, wie verwundbar auch Telekommunikationsnetze sind.

00:26:35: Und da setzen wir wirklich auf Resilienz der Netze, auf doppelte Strukturen, auf Schutz der Netze.

00:26:41: Und da besorgt uns allerdings eine Diskussion, die... Immer wieder hoch kommt jetzt, komischerweise auch bei Gruppverklass, Migrationen wieder, nämlich die Forderung über Breitbandatlanten, die Netzstrukturen der Telekom komplett offen zu legen.

00:26:57: Das ist aus unserer Sicht eine Anleitung zur Sabotage.

00:27:00: Und ob man das aus wettbewerblichen Gründen braucht, das bezweifeln selbst Wettbewerbsrechtler.

00:27:06: Also da wäre ich sehr, sehr vorsichtig.

00:27:08: Und ich hoffe, dass dieser Berliner Anschlag da auch zum Umdenken führt.

00:27:12: Schauen wir nochmal auf das Jahr zwanzig, sechsundzwanzig und die wichtigsten Regulierungsvorhaben, die da anstehen.

00:27:18: Wir wissen ja, der Digital Networks Act kommt, haben Sie selbst gerade gesagt.

00:27:22: Auch wenn wir jetzt den Inhalt noch nicht genau kennen, aber was sind neben diesem dann die Themen, die jetzt für sechsundzwanzig sehen auf der Regulierungsebene, die kommen werden?

00:27:31: Also auf europäischer Ebene ist wirklich der Digital Network Act.

00:27:36: Wir hoffen immer noch, dass es ein entscheidender Schritt in Sachen Deregulierung wird.

00:27:41: Weniger Bürokratie, weniger Eingriffe, gerade im Festnetz.

00:27:45: Auf der Mobilfunkseite wird es extrem wichtig sein, dass Lizenzen sehr lange laufen können.

00:27:52: Fünfzehn Jahre, zehn Jahre in Auktionen landen, die viel Geld kosten.

00:27:56: Die Frage, wie werden Lizenzen in Richtung Satellit reguliert, ist auch eine sehr spannende Frage.

00:28:02: Wir haben ja relativ viel Druck jetzt von amerikanischen Betreibern, da mehr Mobilfunk über Satellit zu machen.

00:28:08: Das heißt also, das wird ein sehr, sehr spannendes Thema werden, was uns dann so anderthalb Jahre beschäftigt.

00:28:13: Das zweitgegroße Thema ist Cyber-Sicherheit.

00:28:16: Dort geht es wirklich um die Resilienz.

00:28:18: den Schutz der Netze.

00:28:20: Das nächste große Thema ist Souveränität der Netze, also die AI Gigafactories, wo wir ja ganz vorne dabei sind.

00:28:28: Und wenn wir nach Deutschland schauen, dann hat man die Themen schon.

00:28:31: Da geht es um Inhausverkabelung und da wird es um dieses... Kupferklarspikationsthema gehen, mal sehen, was daraus wird.

00:28:38: Also schon allein die Aufzählung zeigt, wir müssen uns noch mal zu einem anderen weiteren Podcast verabreden.

00:28:45: Aber vielleicht noch mal, weil wir anfangs ja diese Stimmungslage in der Branche betrachtet haben, Attacke gegen Attacke, würden Sie ... Denken, dass das vielleicht dieses Jahr anders wird, dass irgendwie mehr Gemeinsamkeit, mehr Optimismus vielleicht auch in die Debatte reinkommt.

00:29:05: Was würden Sie sich denn da erhoffen?

00:29:06: Also erhoffen und realistische Erwartungen sind vielleicht zwei verschiedene Dinge.

00:29:10: Erhoffen würde ich mir in der Tat eine andere Tonlage und mehr Zusammenarbeit.

00:29:14: Realistisch gesprochen glaube ich, dass die Unternehmen denen teilweise das Wasser im Hals Zum Hals steht weiter sehr aggressiv unterwegs sein werden und die Schuldigen wollen das suchen und nicht bei sich.

00:29:29: Und da ist die Telekom immer der beliebteste Schuldige.

00:29:32: Das werden wir aber aushalten.

00:29:34: Und

00:29:34: ich sehe allerdings, stichwort auch Buglas, Trend zur Kooperation.

00:29:39: Und der stimmt nicht ziemlich optimistisch.

00:29:41: Ich glaube, dass wir über diesen Verband mit der gesamten Branche in den Dialog betreten können.

00:29:47: und vielmehr auf den kooperativen Ansatz setzen können als das bislang Erfolg.

00:29:53: Herr Kopf, wir danken Ihnen herzlich für diesen Ausblick ins Jahr zwanzig, sechsundzwanzig.

00:29:59: Wir haben viele Themen besprochen.

00:30:01: Wir werden sehen, wie sich viele Themen auch entwickeln werden.

00:30:04: Wir sind gewissermaßen an einem Wendepunkt.

00:30:07: Insofern danke für das Gespräch und bis bald wieder, sag ich mal.

00:30:12: Ja, sehr gerne.

00:30:13: Ich danke.

00:30:14: Viel Spaß

00:30:15: gemacht.

00:30:15: Uns auch.

00:30:16: Und liebe Hörer, damit verabschieden wir uns und hoffen, ihr seid beim nächsten Mal wieder dabei beim Fan-Netz-Podcast.

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